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Warum essen Veganer keine Eier?

Ei ErsatzJeder, der sich ein wenig eingehender mit dem Thema „Veganismus“ befasst hat, weiß, dass Eier verboten sind… zumindest dann, wenn man die entsprechende Lebensweise umfassend (und eben „richtig“) praktizieren möchte. Warum keine Eier gegessen werden, erklärt sich auf mehreren Ebenen. Die gute Nachricht: Alternativen zu Ei gibt es durchaus viele! Schnell zeigt sich hierbei auch, dass es lediglich ein wenig „Fachkenntnis“ braucht, um -beispielsweise beim Backen- auf andere Produkte zurückgreifen zu können.

Kleine Lebensmittelkunde: worin ist eigentlich Ei enthalten?

Warum essen Veganer keine Eier?Um sich überhaupt erst vegan ernähren zu können, ist es natürlich wichtig, zu wissen, in welchen Lebensmitteln überhaupt Ei enthalten sind. Oftmals warten hier -gerade auf Neu-Veganer- Fallen oder zumindest „Aha-Momente“.

Klassische Eier Produkte in diesem Zusammenhang sind unter anderem:

  • Teilchen
  • Kuchen
  • Keksen
  • manche Nudelsorten
  • viele Veggie Wurstsorten, die beispielsweise auf der Zugabe von Eiklar basieren.

Wer sich jedoch ein wenig eingehender mit seinem Speiseplan befasst, erkennt schnell, dass eine Umstellung oftmals nicht so schwer ist, wie ursprünglich angenommen.

Der ethische Gedanke hinter dem Verzicht auf Eier

Der vegane Lebensstil lässt sich (oft noch mehr als die vegetarische Lebensweise) auf ethischer Ebene begründen. Um die Beweggründe hinter dieser Entscheidung zu verstehen, ist es wichtig, sich vor Augen zu führen, worum es sich bei einem Ei überhaupt handelt.

Hühner pflanzen sich mit Hilfe von Eiern fort. Im Ei befindet sich der Dotter. Wird gebrütet, entsteht ein neues Hühnerleben.

Die Eier, die auf der Basis von Massentierhaltung gekauft werden können, sind in der Regel nicht befruchtet. Die Erfahrung zeigt hierbei jedoch auch, dass es durchaus Ausnahmen gibt und sich mitunter auch befruchtete Eier in die Supermarktregale „verirren“. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn es ein männliches Huhn geschafft hat, nicht im Vorfeld aussortiert zu werden. Doch wie gesagt: Fehler dieser Art passieren vergleichsweise selten.

Vor- und Nachteile einer veganen Ernährung

Vor der Entscheidung, sich gegebenenfalls vegan zu ernähren, werden oft Pro- und Contra gegeneinander abgewogen.

  • Tierliebe
  • individuelles Statement gegen Massentierhaltung
  • zahlreiche Ersatzprodukte (z. B. Ei Ersatz) erhältlich
  • Vitamin B12 muss supplementiert werden, sonst kann es eventuell zu einem Vitaminmangel kommen
  • Schwierigkeiten, den veganen Lebensstil auch im Alltag durchzusetzen („Wie wird das Umfeld reagieren?“)

Wieso wird das Konsumieren von Eiern von Veganern als „unethisch“ angesehen?

Viele Menschen sind immer noch der Meinung, dass für die Produktion von Eiern kein Tier sterben müsse. Genau das stimmt jedoch bei näherer Betrachtung nicht. Genaugenommen hat auch die Eierindustrie viele Lebewesen, wenn auch oft indirekt, auf dem Gewissen.

Problem Erklärung
unnatürlich Lebensbedingungen Weiterhin sind es vor allem jedoch auch die Haltungsbedingungen, die die Verbraucher immer wieder zweifeln lassen. Ist es wirklich „okay“, Eier zu essen.

Die Realität zeigt, dass der Alltag, auch für Hühner, deren Eier am Ende mit „Bodenhaltung“ versehen werden, alles andere als rosig ist. So legen viele Tiere beispielsweise viel mehr Eier als sie dies in der freien Natur tun würden.

viel zu wenig Platz Weiterhin ist der Platz, auf dem sich Hühner in Gefangenschaft bewegen können, oft extrem eingeschränkt. Weiterhin gehört es zum Naturell der Tiere, gerade wenn sie in großen Gruppen gehalten werden, nahe beieinander zu stehen… zumindest sofern dies möglich ist. Das bedeutet weiterhin, dass der zur Verfügung stehende Platz nicht komplett ausgenutzt wird und jedes Huhn noch weniger Raum zur Verfügung hat.

Aufgrund der Summe dieser Bedingungen, sterben viele Tiere vorzeitig. Zuletzt werden die Körper der Hühner aufgrund der hohen „Schlagzahl“ beim Eierlegen noch weiter in unnatürlicher Weise belastet.

Das Ergebnis: mehr Krankheiten bzw. eine kürzere Lebenserwartung. Die Hennen, die schlichtweg nicht mehr dazu in der Lage sind, Eier zu legen, enden oft als Suppenhühner.

Der Hahn in der Eierproduktion – ein kontrovers diskutiertes Thema

Wie bei vielen anderen Arten auch, liegt der Anteil der männlichen Tiere, in diesem Falle: der Hähne, bei circa der Hälfte. Für die Eierproduktion sind besagte Hähne jedoch unnötig. Sie werden kurz nach dem Schlüpfvorgang aus dem Ei getötet.

Übrigens: Als Methoden zur Tötung wird hier entweder das Häckseln oder das Vergasen gewählt. Somit ist es möglich, vergleichsweise viele Tiere binnen kürzester Zeit zu töten.

Aufgrund der zahlreichen Berichte, die viele Verbraucher bereits zum Nachdenken angeregt haben, ist es durchaus realistisch, dass die Eierindustrie in den kommenden Jahren nachhaltig reagieren wird. So erklären beispielsweise schon viele Unternehmen, keine männlichen Küken zu schreddern. Eine Alternative könnte es darstellen, die betreffenden Tiere zur Fleischproduktion zu nutzen. Diese Entscheidung wäre nicht vegan, für viele jedoch vielleicht dann doch noch mit einem gewissen „Sinn“ verbunden.

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