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Heimische Bauern während Corona unterstützen

Alnatura vegane LebensmittelDas Transportnetzwerk ist in Teilen zum Erliegen gekommen. Erntehelfer bleiben aus und der Vertrieb der Lebensmittel gestaltet sich schwierig. Für heimische Bauern bedeutet die Corona-Krise eine ungeahnte Existenzbedrohung. Doch es gibt Mittel und Wege, wie Verbraucher ihrer regionalen Landwirtschaft auch in der Krise helfen können. Die heimische Landwirtschaft kämpft während Corona ums Überleben. Das Erntedrama auf den Spargelfeldern ist hierfür nur eines von vielen Beispielen. Neben Erntehelfern fehlt es gerade nämlich auch an Hilfskräften bei der Aussaat, die im Frühling und Frühsommer bekanntlich ihren Höhepunkt erreicht. Kein Großbauer kann seine Felder vollständig alleine bewirtschaften. Und auch für den Verkauf der Ware braucht es helfende Hände. Veganer und Vegetarier sind jetzt besonders gefragt, um ihre Lebensmittelhersteller nach besten Kräften bei der Krisenbewältigung zu unterstützen. Das nicht nur als Aussaat-, Ernte- und Transporthelfer, sondern vor allem auch als loyale Kunden.

Feldarbeiter gesucht – Farmhilfe in der Region

Heimische Bauern während Corona unterstützenBereits die Spargelernte hat im Frühling offenbart, welche Probleme im Corona-Jahr 2020 auf heimische Bauern zukommen. Viele Erntehelfer stammen aus dem osteuropäischen Ausland und dürfen derzeit nur bedingt die Grenze passieren. Doch der Spargel wartet nicht. Er muss geerntet werden, bevor er auf dem Feld verdirbt. Ein Vorschlag ging dahin, spontan Erntehelfer aus der Region anzuwerben. Doch die Arbeit auf dem Spargelfeld ist ein Knochenjob und ungelernte Hilfskräfte halten oft nicht durch.

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Nichtsdestotrotz können Bauern auf regionale Laien-Erntehelfer 2020 mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht verzichten. Immerhin gibt die Spargelernte lediglich den Startschuss für eine ganze Erntesaison. Im Sommer geht es bei der Gemüseernte weiter mit Salat, Kohlgemüse, Hülsenfrüchten und Zwiebeln. Ab August kommt dann auch allmählich die Obsternte hinzu, die sich bis in den Herbst erstreckt. Dabei bereitet die Ernte von Erdbeeren, Kirschen, Äpfel, Pflaumen und Co. Landwirten schon jetzt Kopfzerbrechen. Keiner weiß, ob die Erntehelfer aus dem Ausland dieses Jahr überhaupt so zahlreich kommen können wie sonst.

Tipp! Neben den Erntehelfern fehlt es außerdem an Hilfskräften für die Aussaat und Feldbestellung. Zwar gibt es hier häufig auch deutsche Helfer, doch die kommen nicht zwangsläufig aus der Region und sind vielerorts noch mit Ausgangs- und Reisebeschränkungen konfrontiert. Es ist folglich auch in diesem Bereich Hilfe aus der Nachbarschaft gefragt.

Liebhaber der pflanzlichen Ernährung sollten sich deshalb ein Herz fassen und den Bauern schon jetzt durch eifrige Bewerbungen bei der Planung und Sicherung der Jahresernte helfen. Die nötige Kondition für eine Arbeit als Erntehelfer muss notfalls buchstäblich im Feldversuch erlangt werden. Ein gutes Workout für Fitness-Fans im Übrigen.

Vor- und Nachteile von Aushilfskräften in der Feldarbeit:

  • wertvolle Unterstützung in Krisenzeiten
  • schnelle Verfügbarkeit
  • bessere Vernetzung regionaler Arbeitskräfte
  • oft weniger Erfahrung als Profis aus dem Ausland
  • Kondition für harte Erntearbeit muss erst antrainiert werden

Regionale Lebensmittelversorgung hat Priorität

Es wurde in den letzten Jahren viel dafür geworben, regionale Lebensmittel dem ausländischen Angebot vorzuziehen. Und genau das ist im Moment so wichtig wie nie. Es geht nicht nur darum, heimische Bauern krisenbedingt mit gezielten Lebensmittelkäufen über Wasser zu halten. Vielmehr muss sichergestellt werden, dass qualitativ hochwertige Lebensmittel aus kontrolliertem Anbau auch nach der Krise noch den Ton im Lebensmittelsortiment von Supermärkten angeben.

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Deutsche Lebensmittelstandard gehören weltweit zu den besten. Die heimischen Bauern sorgen dafür, dass dies auch so bleibt. Doch wer mit dem landwirtschaftlichen Ruin kämpft, kann sich zeit- und kostenintensive Maßnahmen zur Qualitätssicherung kaum mehr leisten. Es ist daher unerlässlich, die regionalen Landwirte durch Kauf ihrer Ware angemessen für ihre Mühen zu entlohnen. Das funktioniert am besten ohne Zwischenhändler. Durch einen Direktkauf auf dem Bauernhof kommt nämlich garantiert jeder Cent beim Bauern an.

Viele Landwirte bieten längst die Abholung von Lebensmitteln direkt vom Hof oder auch einen Lebensmittel-Lieferservice an. Alternativ findet man quer durchs Land eine Fülle von Obst- und Gemüseständen am Straßenrand, die sich in unmittelbarer Nähe zum Anbaugebiet befinden. Das gilt vor allem für

  • Äpfel
  • Birnen
  • Erdbeeren
  • Kartoffeln
  • Kirschen
  • Kohlgemüse
  • Kürbisse
  • Möhren
  • Quitten
  • Pflaumen
  • Spargel
  • Weintrauben

Wenn Sie also unterwegs zum Einkaufen sind, machen Sie am besten zuerst am Feldstand halt und kaufen Sie dort, was das Angebot hergibt. Den Rest können Sie dann immer noch im Laden kaufen. Hin und wieder ist es sogar möglich, Feldfrüchte und Obstgehölze beim Bauern selbst zu ernten. Das natürlich gegen einen kleinen Obolus, der in Corona-Zeiten auch gerne mal etwas großzügiger ausfallen darf. Gerade für Veganer und Vegetarier bietet sich so eine optimale Gelegenheit, ihre pflanzlichen Lebensmittel vor Ort persönlich zusammen zu stellen.

Tipp: Bauern empfiehlt sich, beim Hofvertrieb öfter mal auf das Angebot von Bio-Kisten oder Veggie-Boxen zu setzen. Darin enthalten ist ein bunter Mix aus den besten saisonalen Lebensmitteln, die der landwirtschaftliche Betrieb zu bieten hat. Alternativ können Kunden sich ihre Boxen häufig bereits selbst am Hof zusammenstellen. Das macht Spaß und ist ein exzellenter Support für den Landwirt.

Aus welchen Läden kann man am besten regionale Lebensmittel beziehen?

Die wichtigsten Abnehmer für regionale Erzeugnisse sind natürlich nach wie vor Lebensmittelmärkte. Allerdings kann es hier sinnvoll sein, genauer hinzusehen. Mega-Supermärkte bemühen sich in der Regel weniger um ein regionales Angebot als kleine Obst- und Gemüsehändler oder spezielle Bio-Läden. Sie arbeiten wesentlich enger mit den heimischen Bauern zusammen, da ihr Angebot gezielt auf einer wechselseitigen Unterstützung zwischen regionalen Landwirten und dem Laden beruht.

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Mit Blick auf verarbeitete Lebensmittel wie Joghurt, Müsli oder Lebensmittelkonserven ist aber auch im Bio-Laden Umsicht gefragt. Zwar kann man meist darauf vertrauen, dass alle Produkte aus biologischem Anbau stammen. Allerdings heißt das nicht, dass die Zulieferer auch ausnahmslos deutsche Landwirte sind. Es empfiehlt sich daher, gerade im Rahmen von Corona auf deutsche Lebensmittelmarken zu setzen. Das gilt auch für den herkömmlichen Supermarkt.

Übersicht zu guten Bio-Marken aus Deutschland:

Marke Lebensmittelangebot
Alberts Lupinen vegane Lupinenprodukte wie Getreideprodukte, Kaffee-, Milch- oder Fleischersatz
Alnatura vegane Produkte und Bio-Erzeugnisse, z. B. Haferflocken, Mehl, Brot, Brotaufstrich, Gemüsekonserven oder Trockenobst
Biovegan / Vitavegan vegane Backzutaten
bioZentrale Bio- und Ersatzprodukte, darunter veganer Brotaufstrich, Bio-Sirup, Bio-Öl und vegane Snacks wie Gemüsechips
Emils Bioland vegane Dressings, Dips und Soßen
Mynatura Bio-Kräuter, Bio-Gewürze, Bio-Getreide, exklusive Pflanzenöle und Trockenobst
Reichenhof leckere Bio-Fertigmahlzeiten mit Gemüse aus regionalem Anbau
Veggie Life vegane Aufschnitte, Bratlinge und Fertiggerichte

Bildnachweise: Adobe Stock / Alexander Raths, Amazon / Alnatura

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